Rinder: Atemwegserkrankungen – Kälber sicher durch den Winter bringen

Die Tränkephase ist für Kälber eine Zeit erhöhter Anfälligkeit für Erkrankungen sowohl des Verdauungstraktes als auch der Atemwege.

Kleine Kälber, große Gefährdung
Kälber kommen schutzlos auf die Welt und müssen ihr körpereigenes Immunsystem erst langsam aufbauen. Während der ersten Lebenswoche schützen zunächst noch die Immunglobuline aus dem Kolostrum der Mutter das Kalb vor Infektionen. Doch dann beginnt eine Phase erhöhter Krankheitsanfälligkeit. Um den zweiten Lebensmonat herum steigt die Häufigkeit des Auftretens von Atemwegserkrankungen. Die Lungen der jungen Kälber sind noch unreif – erst vier Wochen nach der Geburt setzt das Lungenwachstum ein, welches mit etwa einem Jahr abgeschlossen ist. Aufgrund des verringerten Lungenvolumens werden Atemwegserkrankungen bei Kälbern vor allem in der Tränkephase schnell kritisch. Sie sind nach Durchfällen das häufigste Gesundheitsproblem in dieser Altersgruppe.

Atemwegserkrankungen kosten einige Hundert Euro und Nerven...
Damit sich die Kälberaufzucht lohnt, müssen sich die Tiere zügig entwickeln und daher gesund durch die Tränkephase kommen. Dies gilt für Mastkälber im gleichen Maße wie für die weibliche Nachzucht auf dem Milchviehbetrieb. Atemwegserkrankungen sind teuer! Da sind zunächst die direkten und deutlich erkennbaren Aufwendungen für Behandlung und Medikamente, erhöhte Betreuung, verringerte tägliche Zunahmen um bis zu -200 g, was zu einem Auseinanderwachsen der Gruppe führen kann, sowie eventuelle Totalverluste. Häufig bleiben nach Atemwegserkrankungen jedoch auch chronische Lungenschäden zurück. Das Kuhkalb als Milchkuh von morgen wird dann zum lebenslangen Kümmerer. Seine Entwicklung verläuft verzögert, der Zeitpunkt der Erstbesamung wird später erreicht. Bis zu 40 % der wirtschaftlichen Verluste für den Milchviehhalter im Zusammenhang mit Atemwegsbeschwerden seiner Tiere entstehen durch Gewichtsverluste. Eine Studie der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Bernd Lührmann, Osnabrück, dlz agrarmagazin 7/2009) hat die Kosten eines schweren Hustens bei Kälbern auf 234 € beziffert. Dazu kommen Folgekosten bei der Milchkuh aufgrund verminderter Milchleistung in Höhe von 225 €. Das sind Gesamtkosten in Höhe von rund 460 €!

Schwache Abwehr führt zum Eigentor
Keime gehören zur Umwelt. Ein Stall ist kein steriler Raum. Unsere Kälber sind ständig von potentiellen Krankheitserregern umgeben. Doch ein Grippevirus allein macht noch keine Grippe! Die Erreger haben erst dann die Möglichkeit, ihre uneingeschränkte Wirkung zu entfalten, wenn sie auf ein abwehrgeschwächtes Tier treffen. Die Gleichung lautet also: Virus + Stress = Grippe.

Grund genug, gerade den anfälligen Kälbern auf dem Betrieb höchste Aufmerksamkeit zu schenken, die Haltung, Fütterung und Stallklimaführung zu optimieren, um vitale und widerstandskräftige Tiere zu erzielen. Untersuchungen zu Folge sind 70-80 % der krankheitsverursachenden Faktoren in unseren Ställen abiotischer, also unbelebter Art. Den Blick allein auf die Erreger zu fokussieren, ist daher unsinnig. Selbstverständlich bedeutet dies aber nicht, dass die Hygiene vernachlässigt werden sollte.

Widerstandskraft stärken, Appetit anregen, Bronchien entlasten
Nur gesunde Tiere sind leistungsfähig. Für die Gesunderhaltung und eine zügige Entwicklung der Kälber in der Tränkephase ist der Appetit entscheidend. Angeschlagene Kälber mit gestörtem Allgemeinbefinden („Ohren auf Halbmast“) saufen grundsätzlich weniger. Daher ist es in dieser Situation sinnvoll, mit aromatischen Kräuterextrakten den Appetit der Kälber anzuregen. Hier eignen sich beispielsweise Thymian und Süßholzwurzel, die uns als appetitanregende Gewürze und als Wirkstoffe in „Hustenbonbons“ bekannt sind. Sie entlasten die Bronchien, bewahren sie vor lästigem Schleim, der die Funktion der Lunge herabsetzt, und schützen das Bronchialgewebe vor Staub und reizenden Schadgasen im Stall.

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BronchoLysan® enthält von SaluVet entwickelte Wirkstoffkomplexe aus Natursubstanzen (unter anderem Thymian und Süßholzwurzell) mit krampf- und schleimlösenden Eigenschaften. Darüber hinaus entfalten Thymian und Süßholzwurzel ihre bekannt positive Wirkung im Magen-Darm-Trakt. Sie wirken appetitanregend und darmregulierend. BronchoLysan® ist ein schmackhafter, wasserlöslicher Tränkezusatz, der sowohl für Tränkeautomaten als auch zur direkten Gabe in die Milch oder den Milchaustauscher geeignet ist.

Zur Reduzierung des Keimgehaltes in der Luft hat es sich bewährt, Eucanel®, eine Mischung aus ätherischen Ölen, in der Luft zu vernebeln. Die ätherischen Öle haben eine keimwidrige Wirkung, die Ausbreitung von Krankheitserregern über die Luft wird so verringert.

Themen: Atemwege
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