Rinder: Ektoparasitenbefall beim Rind – problematisch für Tiergesundheit, Leistung und Portemonnaie

Man sollte meinen, dass Lästlinge, wie Läuse, Haarlinge und Milben, in den modernen Tierhaltungssystemen kaum noch vorkommen. Doch trotz der Einhaltung von Hygieneplänen und Investitionen in Maßnahmen für den Kuh-Komfort, wie etwa automatische Kuhbürsten, sind Ektoparasiten in den Herden auf dem Vormarsch. Vor allem in den Winter- und Frühjahrsmonaten kann der Befall große wirtschaftliche Schäden verursachen.

Ektoparasitenbefall = Faktorenkrankheit

Ob Parasiten die Gelegenheit erhalten und ihre Chance nutzen, zunächst das Einzeltier und später die komplette Herde zu befallen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diese den Befall und dessen Verlauf begünstigende Einflüsse sind primär in Haltung und Fütterung zu suchen. Die beste Strategie der Parasitenbekämpfung setzt hier somit bereits im Vorfeld an.

Den Ektoparasitenbefall begünstigende Faktoren

-       Überbelegung im Stall (sozialer Stress)
-       Qualitative und quantitative Fütterungsmängel (Vitamine, Spurenelemente, Proteine)
-       Dunkler Stall
-       Stallklima: hohe Luftfeuchtigkeit und hohe Stalltemperaturen
-       Anbindehaltung (schränkt die Körperpflege der Tiere ein)
-       Belastungsphasen, wie Laktationsbeginn und Trächtigkeit (unvermeidbar)
-       Herdeneingliederung von Zukauftieren ohne vorgeschaltete Quarantäne
-       Schwächung der Abwehrkräfte durch bakterielle oder virale Infektionen, Wurmbefall

Ein Befall mit Ektoparasiten beeinträchtigt durch den heftigen Juckreiz das Wohlbefinden der Tiere. Dadurch sind sie unruhig - die Milchmenge bei der Milchkuh sinkt um bis zu 2 Liter pro Tag, auch der Körpermasseansatz bei Kälbern und Jungvieh ist stark herabgesetzt.

Ektoparasiten sind stets ein Herdenproblem. Die Ansteckung erfolgt horizontal von Kuh zu Kuh oder über die Stalleinrichtung, wie etwa Kuhbürsten. Auch Rinder, bei denen keine sichtbaren Hautveränderungen auftreten, können Parasiten-Träger und damit eine Ansteckungsquelle für andere Tiere sein. Häufig tritt ein Befall mit Haarlingen auch als Mischinfektion zusammen mit Räudemilben oder Läusen auf. Läuse wiederum sind Vektoren für Flechten, die über offene Scheuerstellen in die Haut eindringen können. Dies trifft vor allem für Kälber und Jungrinder zu, bei denen die Immunabwehr noch nicht vollständig ausgebildet ist. Ein hochgradiger Befall mit Grabmilben kann bei Jungtieren im Extremfall zum Totalverlust führen.

Die in Rinderbeständen gefürchtete Räude kommt in drei Formen, verursacht durch Nage-, Saug- oder Grabmilben, vor. Die Nagemilbe (Chorioptes) Kälber im Stallist am weitesten verbreitet. Sie erscheint vor allem an Steißbein und Schwanz sowie als Fußräude. Bei Weidegang bzw. Sonnenlicht und vitamin- sowie eiweißreicher Fütterung heilen die Hautveränderungen beschleunigt ab. Dennoch sind die befallenen Tiere unbedingt zu behandeln, da die Milben an geschützten Hautpartien überleben und zur Aufstallung der Kühe im Herbst wieder aktiv werden.

Die Saugmilbe (Psoroptes) ist in unseren Breiten relativ selten. Sie befällt Hörnergrund, Hals, Widerrist und Brust sowie gelegentlich auch die Schwanzwurzel und Kruppe der Rinder.

Die schwerste Form der Räude wird durch die Grabmilbe (Sarcoptes) hervorgerufen. Bei ihr handelt es sich zudem um eine Zoonose, d.h., sie kann auf den Menschen übergehen und dort stark juckende Hautveränderungen hervorrufen. Diese Räudeform, bei den Rindern meist als „Brille“ um die Augen herum beginnend, später auch den Milchspiegel befallend, führt zur Ausprägung dicker, panzerartiger Krusten und Hautfalten. In der Folge können sich daraus eitrige Abszesse entwickeln. Der gesamte Organismus ist stark beeinträchtigt, die Temperaturregulation des Tieres gestört, Körpermasse geht verloren.

Es muss rasch gehandelt werden, aber wie?

Die meisten Präparate gegen Ektoparasiten enthalten synthetische Pyrethroide, die in der Regel mit einer Wartezeit für Milch und Fleisch belegt sind. Studien haben gezeigt, dass Insekten und Spinnentiere zunehmend Resistenzen gegen diese Pyrethroide entwickeln.

MilbiZid® ist ein insektizides Tierwaschmittel-Konzentrat ohne Wartezeit. Es basiert auf echtem Pyrethrum, dem Extrakt einer Chrysanthemenart. MilbiZid® ist als Biozid auch zum Einsatz auf Biobetrieben zulässig und besitzt eine nachweislich abtötende Wirkung auf Insekten und Milben. Pyrethrum wirkt lähmend auf das Atemzentrum dieser niederen Tiere und ist für Säugetiere unproblematisch. Da es rasch unter Licht- und Sauerstoffeinfluss zerfällt (Achtung: daher Gebrauchslösung immer frisch vor der Verwendung ansetzen), kann es sich im Unterschied zu den synthetischen Pyrethroiden weder im Organismus noch in der Umwelt anreichern. MilbiZid® ist mehrfach im Abstand von 5-6 Tagen wiederholt, anzuwenden, da man damit lediglich die adulten Insekten, nicht jedoch deren Eier und Larven, abtötet.

Will man die befallenen Rinder zusätzlich von innen heraus gegen den Parasitenbefall stärken und in der Wundabheilung unterstützen, haben sich begleitende Gaben des Ergänzungsfuttermittels Urkraft Belastbar & Vital bewährt.

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