Rinder: Wirtschaftlichkeit der intensiven Jungviehaufzucht

Bei der Kälber- und Jungrinderaufzucht werden die Weichen für die zukünftige Produktion der Milchviehbetriebe gestellt. Da diese mit großen Kosten verbunden ist, sollte ihr besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Laut Rinderreport Baden-Württemberg belaufen sich die gesamten Produktionskosten einer Färse auf durchschnittlich 1.900 Euro. Wobei sich eine Spannbreite zwischen dem oberen und unteren Viertel der Betriebe von 1.500 – 2.500 € ergeben kann.

Wirtschaftliche Vorteile einer intensiven Jungviehaufzucht

Einzelne Betriebe zeigen also, dass die Produktivität durch gezielte Managementmaßnahmen gesteigert werden kann. Ziel ist die unproduktive Aufzuchtphase zu verkürzen und durch eine intensive Rinderaufzucht, ein frühes und tiergerechtes Erstkalbealter anzustreben.

Bei intensiver Aufzucht, bzw. frühem Erstkalbealter sinken die Grundfutterkosten und die benötigte Futterfläche. Auch die notwendigen Stallplätze und vor allem die Festkosten für Arbeit sinken deutlich.

Zusätzlich reduziert sich die Anzahl des zur Remontierung benötigten Jungviehbestandes um ca. vier Prozent, wenn das Erstkalbealter um einen Monat sinkt.

Höhere Milchleistung bei niedrigem Erstkalbealter

Weitere wirtschaftliche Vorteile ergeben sich durch eine höhere Milchleistung bei niedrigem Erstkalbealter. Wie amerikanische Wissenschaftler herausfanden erzielten Färsen, die schon im Alter von 22 bis 24 Monaten abkalbten, die höchsten Jahres- und Lebensleistungen (siehe Tabelle 1). Hier erreichten nur die Färsen mit einem Erstkalbealter von 22 bis 25 Monaten eine Milchleistung von über 10.000 kg (305 Tage-Leistung) während der ersten Laktation. Wogegen die „älteren“ Rinder, die erst mit 26 oder 27 Monaten abkalbten, unter der 10.000 kg-Marke blieben und auch eine deutlich schwächere Lebensleistung erzielten.

Erstkalbealter

Milchleistung

Laktationen

(Monate)

1. Laktation

Lebensleistung

gesamt

21

8.888 kg

21.330 kg

2,4

22

10.075 kg

31.230 kg

3,1

23

10.363 kg

38.345 kg

3,7

24

11.298 kg

36.154 kg

3,2

25

10.026 kg

32.085 kg

3,2

26

9.332 kg

21.465 kg

2,3

27

9.504 kg

19.960 kg

2,1

Tabelle 1: Einfluss des Erstkalbealters auf die Milchleistung
Quelle: geändert nach top agrar

 

Positiv für die Fruchtbarkeit

Zusätzlich wirkt sich ein frühes Erstkalbealter offenbar auch positiv auf die Fruchtbarkeit aus. Denn die jüngeren Tiere nehmen besser auf und es stellt sich ein deutlich niedrigerer Besamungsindex ein (Tabelle 2). Untersuchungen zu Folge werde „ein frühes Erstkalbealter den natürlichen Anlagen des Rindes eher gerecht.“ So kommt es bei intensiver Fütterung zu einer frühen Pansenentwicklung, was zu einer hohen Grundfutteraufnahme führt. Ebenso kann hierdurch das physiologische Wachstumspotential der Rinder optimal genutzt werden. Das bedeutet, dass die Tiere zuerst in die Höhe wachsen und weniger verfetten. Dies hat zur Folge, dass es bei jungen Färsen nur selten zu Abkalbeproblemen und Fruchtbarkeitsstörungen kommt.

 

EKA (Monate)

bis 23

24-26

über 27

Güstzeit¹ (Tage)

122

121

123

Verzögerungszeit² (Tage)

45

29

35

Besamungsindex

1,9

1,6

1,8

Anzahl der Laktationsabschlüsse n = 2449

¹Güstzeit: Zeitraum Abkalbung bis Konzeption

²Verzögerungszeit: Zeitraum Erstbesamung bis Konzeption

Tabelle 2: Einfluss des Erstkalbealters auf die Fruchtbarkeit
Quelle: geändert nach top agrar

 

Nur gesunde Tiere bringen Leistung Rinder auf der Weide

Das A und O der intensiven Jungviehaufzucht ist jedoch die Tiergesundheit, denn nur so können die Tiere ihr volles Leistungspotential ausschöpfen. Daher ist auch beim Jungvieh eine regelmäßige und genaue Tierbeobachtung unverzichtbar. Denn je früher Krankheiten erkannt werden, desto erfolgreicher können diese behandelt werden. Deswegen sollte beispielsweise gerade jetzt im Frühjahr auf die Atemwegsgesundheit der Tiere geachtet werden. Denn gerade dann, wenn die Tage schön warm, die Nächte aber noch recht kalt sind, kann es häufig zu Grippeerkrankungen kommen. Dabei können auch die älteren Tiere gefährdet sein. Hier empfiehlt es sich schon bei erschwerter Atmung oder leichtem Husten Bronch-Arom B über das Futter zuzugeben. Denn die in Bronch-Arom B enthaltenen, wohltuenden ätherischen Öle unterstützen die Atemwegsfunktion und fördern zusätzlich den Appetit. Ähnlich verhält es sich auch bei Durchfällen. Auch wenn ältere Tiere schon deutlich robuster als die ganz kleinen Kälber sind, so sollte bei Durchfallerkrankungen rechtzeitig gehandelt werden. So kann beispielsweise Durchfallpulver Dr. Schaette über das Futter zugegeben werden. Das traditionelle Arzneimittel enthält unter anderem Eichenrinde, die entzündungshemmend und festigend auf die Darmschleimhaut wirkt.

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