Rinder: Mastitis – hohe Gehalte an somatischen Zellen in der Milch

Bei der Frage nach einem Behandlungsansatz für Mastitis ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen akuten Euterentzündungen und chronischen Situationen, die sich vor allem durch hohe Zellgehalte charakterisieren, ohne dass direkt Erreger nachweisbar sind.

Akute Euterentzündungen werden durch Mastitiserreger, wie Streptokokken, Staphylokokken o. ä. verursacht.

Diese infektiösen Erkrankungen sind stets auch von stark erhöhten Gehalten an somatischen Zellen begleitet. In diesen entzündlichen Fällen bietet sich das Pyrogenium compositum inject als Injektionspräparat zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte an. Es sollte unbedingt immer in Kombination mit dem stark durchblutungsfördernden Euterbalsam Dr. Schaette (enthält neben Kampfer u. a. abschwellende Arnika-Tinktur, tiefendurchwärmendes Johanniskrautöl und verschiedene ätherische Öle) eingesetzt werden!

Durchblutungsförderung ist ein sehr wichtiger Aspekt – gerade auch bei hohen Zellzahlen. Auf die Milchqualität hat der Kampfergehalt im Euterbalsam Dr. Schaette keinen negativen Einfluss – es gibt keinen positiven Hemmstofftest. Da Kampfer jedoch sehr geruchsintensiv ist und Milch leicht fremde Gerüche annimmt, sollte man den Balsam erst nach dem Melken verwenden.

Bei hochakut, fiebrigen Euterentzündungen, wie sie bei Coli- oder Hefemastitis vorkommen können, wäre das Pyrogenium compositum inject aufgrund des Fiebers alle 4 – 6 Stunden zu verabreichen! Heiße Euterviertel müssen unbedingt gekühlt werden (CoolSpray oder geeignete Acetatmischungen), damit sie nicht absterben! In dieser Phase keinen Euterbalsam einsetzen.

In hochakuten Situationen (Coli-, Hefemastitis) muss zwingend 4 – 5 x pro Tag gemolken werden, um die sich stark vermehrenden Erreger auszuschwemmen! Bei Hefemastitis nie Antibiotika geben, da sich dadurch die Mastitis verschlimmert. Hefen sind Pilze – und Antibiotika können nur Bakterien abtöten.

Hohe Zellzahlen in der Milch sind meist – im Unterschied zu akuten Euterentzündungen – nur schwer in den Griff zu bekommen, zumal man oft nicht weiß, wo man ansetzen kann. Fütterungsfehler, Überbelegung im Stall, Hitzestress, Normabweichungen in der Melktechnik etc. sind grundlegende Faktoren, die die gesamte Herde einem enormen Stress aussetzen und damit die allgemeine Abwehr der Tiere schwächen.

Sind dagegen vor allem ältere Kühe betroffen, oder solche, die zugleich Probleme mit Haut und Klauen haben, hat es sich als sinnvoll erwiesen, diesen Tieren zur Festigung des Bindegewebes kurmäßig KieselAktiv beizufüttern. Bei der Behandlung von „Zellmillionären“ muss man allerdings etwas Geduld haben, da sich der Erfolg nicht innerhalb weniger Tage einstellt.

Oft ist auch eine Störung der Leberfunktion durch vorangegangene Ketosen, Proteinüberschuss in der Fütterung (erhöhte Harnstoffwerte) o. ä. die Ursache hoher Gehalte an somatischen Zellen in der Milch. Neben der Anwendung von Euterbalsam Dr. Schaette sollte in diesen Fällen zur Leberregeneration eine kurmäßige Beifütterung der stark stoffwechselanregenden Kräuterkraft Stoffwechsel erwogen werden.

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass man Milch von Kühen mit sehr hohen Zellgehalten (> 800 000 / ml) nicht abliefern sollte, da es hierdurch irrtümlich in der Molkerei zu einem positiven Hemmstofftest kommen kann.

Zusätzlich ist darauf zu achten, ein ausgewogenes Mineralfutter mit ausreichenden Gehalten an Selen, Zink und Vitamin E zu verfüttern. Grundsätzlich empfiehlt sich das Umsteigen auf ein Kräuter-Mineralfutter, beispielsweise die Ursonne Rinder Laktation sowie Ursonne Rinder Trockensteher, um Euter-, Leber- und Klauengesundheit sowie die Fruchtbarkeit zu fördern.

Melkhygiene
Die regelmäßige Anwendung von Dippmitteln sollte heutzutage Standard sein, denn das Dippen bedeutet effektive Mastitisprophylaxe.

Es ist hilfreich, zu wissen, mit welchem Mastitiserreger-Spektrum man es vorwiegend in der Herde zu tun hat. Sofern vor allem Umweltkeime die hauptsächlichen Verursacher von Euterentzündungen sind, empfehlen sich Produkte, die Filmbildner enthalten. Denn nach jedem Melken ist der Strichkanal noch bis zu 2 Stunden geöffnet und stellt somit eine offene Eintrittspforte für Keime aus der Stallumgebung dar. Der Dr. Schaette Sprüh-Dipp-Film sowie der AMS-Sprüh-Dipp-Film werden nach dem Melken angewendet und umhüllen die Zitzenkuppe mit einem elastischen Film. Diese Keimbarriere ist ein wirkungsvoller Schutz vor angreifenden Mastitiserregern.

Alternativ zum Sprüh-Dipp-Film bietet sich Sprüh-Lacta-Dipp® an, welches ein breites Keimspektrum abdeckt und vor allem auch bei Infektionen mit Staphylococcus aureus angewendet werden sollte.

Themen: Euter
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