Rinder: Paratuberkulose beim Rind

Treten verstärkt ominöse, hoch infektiöse Durchfälle bei älteren Rindern auf, sollte man an die meldepflichtige Para-Tbc denken. Differentialdiagnostisch ist die Bovine Virusdiarrhoe (BVD) auszuschließen. Die Paratuberkulose führt in infizierten Beständen durch vorzeitige Abgänge und verminderte Leistung zu hohen wirtschaftlichen Verlusten.

Checkliste der wesentlichen Symptome:

• Durchfall
• Ansteckend, chronisch verlaufend oder schubweise
• Kot pastös („Erbsensuppe“), später ständig dünnflüssig
• Kot wird im bogenförmigen Strahl abgesetzt
• Kot oft mit feinen Gasbläschen durchzogen
• Kot bräunlich und widerlich stinkend
• Über Monate hinweg bis zum Exitus durch Kräfteverfall
• Fortschreitende Abmagerung
• Erhaltene Fresslust (!)
• Gutes Allgemeinbefinden (!)
• Haarkleid meist rau, glanzlos, stumpf, struppig
• Milchleistung nachlassend bis zu –25 % und geringere Inhaltsstoffe
• Ödeme (nur gelegentlich!), Schwellungen v. a. im Kehl-, Unterkieferbereich

Der Ausbruch der Paratuberkulose erfolgt meist nach Belastungssituationen, wie Kalbung, Hochlaktation, Transport, Futterumstellung und allen anderen Faktoren, die das Immunsystem schwächen können. Auch in BVD-Beständen kann der Erreger der Paratuberkulose daher gelegentlich nachgewiesen werden.

Meist lässt sich aufgrund der Symptome zunächst nur eine Verdachtsdiagnose stellen, da es Krankheiten mit ähnlichem Erscheinungsbild gibt, wie Salmonellose, Magen-Darm-Wurmbefall, Kokzidienruhr und chronische BVD. Inzwischen gibt es ein Testsystem zur eindeutigen Labordiagnose mittels ELISA-(Enzym-Immuntest) Verfahren. So lassen sich jetzt auch infizierte, aber noch nicht erkrankte Tiere, die bereits Erregerausscheider sind, diagnostizieren.

Die Infektion mit dem Bakterium Mycobacterium paratuberculosis erfolgt häufig bereits im Kälberalter durch Aufnahme erregerhaltiger Milch oder über infizierten Kot – oder gar schon vor der Geburt im Mutterleib. Als Zeit der größten Ansteckungsgefahr gelten die erste bis vierte Lebenswoche. Die Krankheitserscheinungen treten jedoch erst 2-8 Jahre später auf. Bis zu diesem Zeitpunkt kann das infizierte Tier schon ein Ausscheider des Erregers sein! Die Krankheit kommt aufgrund des Zukaufs aus bestimmten Zuchtgebieten gehäuft bei Jersey- und Fleischrindern vor.

An Paratuberkulose erkrankte Rinder gelten als unheilbar!
Durch therapeutische Maßnahmen sind allenfalls vorübergehende Besserungen möglich. Versuche zur Impfung des Bestands mit Lebendvakzinen haben sich anscheinend nicht bewährt. Daher empfiehlt man die eindeutige Diagnose und anschließende sofortige Merzung der infizierten Rinder.

Günstig sollen bei Weidehaltung die Aufstallung der Tiere sein, die Umstellung von Saftfuttermitteln auf trockene, rohfaserreiche Rationen, eine ausreichende Mineralstoffversorgung, vor allem mit Calcium und Spurenelementen (Eisen!), sowie immunstimulierende, vorbeugende Maßnahmen (Immulon® Dr. Schaette, Kräuterfuttermittel, wie Ursonne Rinder Laktation oder Kräuterkraft Laktation). Auch das Aufkalken saurer Böden kann dem Auftreten von Krankheitsausbrüchen entgegenwirken. In gefährdeten Beständen, in denen Einzelfälle vorgekommen sind, sollten besondere hygienische Maßnahmen eingehalten werden! Kühe, die zum Kalben kommen, sind unmittelbar zur Geburt in einen hygienisch einwandfreien Abkalbestall zu bringen. Neugeborene Kälber sollten sofort von den Muttertieren getrennt und bis zum Alter von zwei Jahren von der Restherde separiert aufgezogen werden. Eine grundsätzliche, prophylaktische Neugeborenenversorgung, zum Beispiel mit Immulon® Dr. Schaette und VitaQuick® Kälber, ist unbedingt zu befürworten. Selbstverständlich ist in Problembetrieben nur Biestmilch von nachweislich paratuberkulose-freien Kühen (Tiefkühlreserve anlegen) zu verfüttern. Ansonsten ist die Biestmilch nach einem bestimmten Schema zu erhitzen. Der Kälberstall ist nur mit dafür reservierten Schuhen und Kleidung zu betreten. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass eine Kontamination von Futtermitteln und Tränkewasser mit Kot vermieden wird. Gülle und Mist dürfen in gefährdeten Beständen nicht auf Weiden ausgebracht werden, kontaminierte Flächen sind mindestens 15 cm tief umzupflügen.

Alles ein Riesenaufwand mit nur bedingter Erfolgschance.
Auch hier zeigt sich, dass alle Vorbeugemaßnahmen, die die Abwehrlage der Tiere verbessern, den Therapiemöglichkeiten weit überlegen sind. Die Dr. Schaette Kräuter-Mineralfutter Ursonne Rinder Laktation sowie Ursonne Rinder Trockensteher oder Kräuterkraft Laktation sowie Immulon® Dr. Schaette und VitaQuick® Kälber setzen genau dort an.

Themen: Stoffwechsel
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