Herausforderungen der Transitphase
17. Juli 2026
Stoffwechsel
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Während der Transitphase, ca. 3 Wochen vor der Kalbung bis 3-5 Wochen nach der Kalbung durchlaufen unsere Kühe eine Zeit großer Veränderungen. Zum Ende der Trockenstehzeit sinkt die Futteraufnahme merklich, da das Fassungsvermögen des Pansens durch das wachsende Kalb geringer wird. Mit der Kalbung beginnt wieder die Milchproduktion und die Futteraufnahme sollte schnell wieder gesteigert werden. Auch der Hormonhaushalt unterliegt in dieser Zeit großen Schwankungen.
Hinzu kommt, dass laut Studien jede zweite Kuh am Ende der Laktation erhöhte Entzündungswerte aufweist. Diese können unterschiedlicher Herkunft sein:
• Lunge
• Gebärmutter
• Euter
• Klauen
• Darm (durch Stoffwechselkrankheiten)
Entzündungen senken die Qualität der Eizellen und somit den Besamungserfolg in der neuen Laktation. Auch die Milchleistung und Biestmilchqualität werden negativ beeinflusst. Der Entzündungsherd spielt dabei keine Rolle.
Daher treten Produktionskrankheiten vermehrt während der Transitphase auf. Milchfieber z.B. entsteht nicht nur wegen des gesteigerten Calciumbedarfs durch das plötzliche Einschießen der Milch. Neuere Studien zeigen niedrige Ca-Werte sind Ursache und Folge von Infektionen. Denn die Aktivierung des Immunsystems führt zu einem Calcium-Verlust von knapp 14 g in zwölf Stunden. Die Unterstützung mit Calcium-Gaben nach der Kalbung kann also nicht nur das Risiko der Parese mindern, sondern fördern auch das Immunsystem. Mit den PareSan® Calcium (B) Boli von Dr. Schaette können Sie Ihre Kühe schnell und einfach vorbeugend unterstützen. PareSan® Calcium in der flüssigen Variante enthält über 60 Calcium pro Gabe und kann somit auch bei den ersten Anzeichen von Milchfieber zum Einsatz kommen.
30 % aller Kühe leiden während der Transitphase an einer Ketose. Meist handelt es sich dabei um die subklinische Form, so dass viele Tiere gar nicht erkannt werden. Damit gehört die Ketose zu den bedeutendsten Stoffwechselerkrankungen zu Beginn der Laktation.
Ketose bezeichnet Störungen des Energiestoffwechsels. Die für die Milchproduktion benötigte Energiemenge, kann nicht ausreichend über das Futter aufgenommen werden. Deswegen mobilisiert der Körper seine Fettreserven, was zur vermehrten Freisetzung von freien Fettsäuren (NFA) führt. Diese können von der Leber nicht vollständig verstoffwechselt werden und belasten das wichtige Stoffwechselorgan. Die überschüssigen Fettsäuren werden zu Ketonkörpern umgewandelt, die in Blut, Harn oder Milch nachzuweisen sind. Die Folgen und Begleiterscheinungen einer Ketose sind vielfältig:
• Milchrückgang
• Schlechte Fruchtbarkeit
• Azidose
• Labmagenverlagerung
• Mastitis
• Gebärmutterentzündung
Deswegen sollten auch Kühe mit leichten, subklinischen Ketosen mit schnellverfügbarer Energie versorgt werden. Doch neben der Energieversorgung sollte unbedingt der Appetit angeregt und so die Futteraufnahme gesteigert werden.
Der Kräuter-Wirkstoffkomplex in KetoSan® (B) fördert die Futteraufnahme und unterstützt zusätzlich die Gesundheit der Leber. Somit wird die Kuh nicht nur schnell aus der Gefahrenzone Ketose geholt, sondern auch langfristig über die Gabe hinaus unterstützt.
Um die nötige Energie für hohe Milchleistungen bereitzustellen, wird häufig der Kraftfutteranteil der Ration erhöht, oder hohe Gaben im AMS oder Kraftfutterautomaten zugeteilt. Ist dabei der Rohfaseranteil zu gering, oder die Grundfutteraufnahme aufgrund einer Ketose oder z.B. Klauenerkrankungen nicht ausreichend, kann es zu einer Acidose kommen.
Bei einer Acidose sinkt der pH-Wert längere Zeit unter pH 6,0. Dadurch ändert sich das Milieu im Pansen. Viele Mikroorganismen sterben ab oder stellen ihren Stoffwechsel um.
Das bremst die Pansenaktivität. Der Inhalt wird nicht mehr ausreichend durchmischt, die Futterkomponenten nicht aufgeschlossen. Die Stoffumsetzung der Kuh wird massiv gestört.
Zur Behandlung einer Acidose brauch es zunächst eine rasche Pufferung des Pansen-pHs z.B. durch Na-Bicarbonat. Durch die Zufütterung von Hefen können nützliche Pansenbakterien unterstützt werden.
Um den Pansen-pH auch nachhaltig zu Puffern sollte die Speichelbildung angeregt werden, denn der Speichel des Rindes ist stark alkalisch (pH-Wert 8,3). Dazu sollte die Wiederkautätigkeit angeregt werden, was durch rohfaserreiches Futter oder Zufütterung von Bitterstoffen erfolgen kann.
DigestaSin® Pansenstimmulans enthält Natriumbicarbonat zur raschen Pufferung, Hefen und Bitterstoffe, wie Enzian und Ingwer, um den Pansen-pH nachhaltig zu puffern.
